3 vergessene „Superfoods“ (+ Rezepte)

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3 vergessene „Superfoods“ (+ Rezepte)

So genannte „Superfoods“, also Lebensmittel  „die aufgrund ihres Nährstoffgehaltes einen höheren gesundheitlichen Nutzen als andere Nahrungsmittel haben“1)FOOD TODAY 11/2012. Superfood: Was verbirgt sich wirklich dahinter? European Food Information Council, November 2012, abgerufen am 10. April 2015., sind zur Zeit der allerneueste Trend. Überall wird über sie berichtet, es werden Ratings erstellt, „Superfood“-Rezeptbücher kommen auf den Markt und selbst in den (Bio-)Supermärkten finden sich mittlerweile ganze „Superfood“-Regale. Unter den Top-10 werden hierbei meistens genannt: Açai-Beeren, Gojibeeren, Heidelbeeren Kakaopulver, Chiasamen (s. mein Rezept für Overnight Oats), Macapulver, Weizen-/Gerstengras(-saft), Moringa, Hanfsamen, Bienenpollen und Kurkuma (s. meine 7-Anti-Grippe-Mittel)

Kritisch bei der Bezeichnung „Superfood“ ist, dass die prophezeite Wirkung der meisten (jedoch nicht aller) Superfoods für den Menschen nicht wirklich experimentell bestätigt ist. Die meisten positiven Aussagen entstammen Tierexperimenten, in denen mit hohen Dosen der jeweiligen Inhaltsstoffe gearbeitet wird, oder sogar nur Experimenten im Reagenzglas, die noch weniger Aussagekraft haben. Man sollte daher nicht blind den Werbeversprechen vertrauen und sich gleich mit Gojibeeren eindecken (zumal es auch negative Effekte von Lebensmitteln geben kann, s. z.B. hier im Fall der Pestizidmengenüberschreitung von Gojibeeren). In diesem Blogeintrag möchte ich drei Lebensmittel vorstellen, die es auf jeden Fall verdient haben, „Superfood“ genannt zu werden, in den gängigen Listen seltsamerweise jedoch meist vergessen werden, obwohl sie schon sehr lange konsumiert werden. Zu jedem der drei Superfoods gibt’s dann auch noch ein Rezept!

Brokkolisprossen

Zugegeben, dieses „Superfood“ ist am schwersten zu bekommen, wohl aber sehr leicht selbst herzustellen. Die fertigen Brokkolisprossen habe ich bislang nur im Kühlregal im Bioladen/-supermarkt gefunden, Brokkolisamen zum Selbst-Ziehen gibt es dagegen z.B. auch bei dm zu kaufen. Was ist nun das Besondere an diesem erst einmal nicht sehr appetitlich klingendem Gemüse? Allgemein gelten Sprossen als sehr gesund. Brokkolisprossen allerdings zeichnen sich gegenüber den Keimlingen anderer Gemüsearten durch ihren besonderen Inhaltsstoff Sulforaphan aus, ein so genanntes Senföl. Es wirkt im Körper dadurch als Antioxidans, indem es freie Radikale nicht direkt neutralisiert (so wie z.B. die Vitamine C und E), sondern körpereigene Enzyme aktiviert, die diese Aufgabe dann übernehmen. Es aktiviert sozusagen das körpereigene Schutzsystem, das noch länger Wirkung zeigt (min. 72h) als sich Sulforaphan im Körper befindet. Epidemiologische Daten2)Jeffery, ElizabethH.; Araya, Marcela (2009): Physiological effects of broccoli consumption. In: Phytochem Rev 8 (1), S. 283-298. DOI: 10.1007/s11101-008-9106-4. zeigen, dass der Verzehr von Kreuzblütlergewächsen, also solchem Gemüse, das Sulforaphan enthält, vor den meisten Krebsarten schützt (je kleiner der RR- oder OR-Wert desto größer die Risikoreduktion, d.h. desto mehr kann ein Verzehr von Brokkolisprossen empfohlen werden):

Krebstyp Menge an verzehrten
Kreuzblütlergewächsen
RR – relatives Risiko
OR- Odds Ratio
(P-Wert)
Referenz
Blase >5 Portionen/Woche RR 0.49 (0.008) Michaud et al. (1999)3)Michaud, D. S.; Spiegelman, D.; Clinton, S. K.; Rimm, E. B.; Curhan, G. C.; Willett, W. C.; Giovannucci, E. L. (1999): Fluid intake and the risk of bladder cancer in men. In: N. Engl. J. Med. 340 (18), S. 1390–1397. DOI: 10.1056/NEJM199905063401803.
Lymphom >5 Portionen/Woche RR 0.67 (0.03) Zhang et al. (2000)4)Zhang, S. M.; Hunter, D. J.; Rosner, B. A.; Giovannucci, E. L.; Colditz, G. A.; Speizer, F. E.; Willett, W. C. (2000): Intakes of fruits, vegetables, and related nutrients and the risk of non-Hodgkin’s lymphoma among women. In: Cancer Epidemiol Biomarkers Prev 9 (5), S. 477–485.
Prostata 5 Portionen/Woche OR 0.61 (0.006) Kolonel et al. (2000)5)Kolonel, L. N.; Hankin, J. H.; Whittemore, A. S.; Wu, A. H.; Gallagher, R. P.; Wilkens, L. R. et al. (2000): Vegetables, fruits, legumes and prostate cancer: a multiethnic case-control study. In: Cancer Epidemiol Biomarkers Prev 9 (8), S. 795–804.
Prostata >3 Portionen/Woche OR 0.50 (0.02) Cohen et al. (2000)6)Cohen, J. H.; Kristal, A. R.; Stanford, J. L. (2000): Fruit and vegetable intakes and prostate cancer risk. In: J Natl Cancer Inst 92 (1), S. 61–68.
Dickdarm (Männer) Top 20% RR 0.76 (0.011) Voorips et al. (2000)7)Voorrips, L. E.; Goldbohm, R. A.; van Poppel, G.; Sturmans, F.; Hermus, R. J.; van den Brandt, P A (2000): Vegetable and fruit consumption and risks of colon and rectal cancer in a prospective cohort study: The Netherlands Cohort Study on Diet and Cancer. In: Am J Epidemiol 152 (11), S. 1081–1092.
Dickdarm (Frauen) Top 20% RR 0.51 (0.004) Voorips et al. (2000)8)Voorrips, L. E.; Goldbohm, R. A.; van Poppel, G.; Sturmans, F.; Hermus, R. J.; van den Brandt, P A (2000): Vegetable and fruit consumption and risks of colon and rectal cancer in a prospective cohort study: The Netherlands Cohort Study on Diet and Cancer. In: Am J Epidemiol 152 (11), S. 1081–1092.
Brust Top 25% OR 0.05 (0.01) Fowke et al. (2003)9)Fowke, Jay H.; Chung, Fung-Lung; Jin, Fan; Qi, Dai; Cai, Qiuyin; Conaway, Cliff et al. (2003): Urinary isothiocyanate levels, brassica, and human breast cancer. In: Cancer Res 63 (14), S. 3980–3986.
Niere Top 25% OR 0.53 (0.001) Yuan et al. (1998)10)Yuan, Jian-Min; Gago-Dominguez, Manuela; Castelao, J. Esteban; Hankin, Jean H.; Ross, Ronald K.; Yu, Mimi C. (1998): Cruciferous vegetables in relation to renal cell carcinoma. In: Int. J. Cancer 77 (2), S. 211–216. DOI: 10.1002/(SICI)1097-0215(19980717)77:2<211::AID-IJC7>3.0.CO;2-T.)

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Am Menschen experimentell bestätigte Wirkungen sind: Reduktion des „bösen“ LDL-Cholesterins, Linderung einer durch H. pylori verursachten Gastritis11)Yanaka, Akinori; Fahey, Jed W.; Fukumoto, Atsushi; Nakayama, Mari; Inoue, Souta; Zhang, Songhua et al. (2009): Dietary sulforaphane-rich broccoli sprouts reduce colonization and attenuate gastritis in Helicobacter pylori-infected mice and humans. In: Cancer Prev Res (Phila) 2 (4), S. 353–360. DOI: 10.1158/1940-6207.CAPR-08-0192.(damit gleichzeitig Schutz vor Magenkrebs), Verbesserung von Symptomen bei Autismus12)Singh, Kanwaljit; Connors, Susan L.; Macklin, Eric A.; Smith, Kirby D.; Fahey, Jed W.; Talalay, Paul; Zimmerman, Andrew W. (2014): Sulforaphane treatment of autism spectrum disorder (ASD). In: Proc. Natl. Acad. Sci. U.S.A. 111 (43), S. 15550–15555. DOI: 10.1073/pnas.1416940111., verbesserte Neutralisierung von Karzinogenen in der Atemluft13)Egner, Patricia A.; Chen, Jian-Guo; Zarth, Adam T.; Ng, Derek K.; Wang, Jin-Bing; Kensler, Kevin H. et al. (2014): Rapid and sustainable detoxication of airborne pollutants by broccoli sprout beverage: results of a randomized clinical trial in China. In: Cancer Prev Res (Phila) 7 (8), S. 813–823. DOI: 10.1158/1940-6207.CAPR-14-0103..

Wie kann man nun Brokkolisprossen am besten verzehren? Ich würde empfehlen, sich langsam an sie heranzutasten, da sie doch einen sehr intensiv-würzigen Geschmack haben, den ich als eine Mischung aus Rucola und Meerrettich beschreiben würde. Am besten machen sie sich als Verzierung von Salaten oder Suppen. Ich habe hier mal ein Suppenrezept herausgesucht, das aufgrund des milden Geschmacks sehr gut mit den Brokkolisprossen harmoniert:

Feine Kartoffelcremesuppe mit Brokkolisprossen

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Zutaten:

500 g Kartoffeln
1 Zwiebel
1 Petersilienwurzel oder Knollensellerie
1/2 Stange Lauch
750 ml Gemüsebrühe
100 ml Sahne
etwas Öl zum Anbraten
Salz, Pfeffer, Muskat
1 Handvoll Brokkolisprossen

Zwiebel, Kartoffeln und Petersilienwurzel schälen und klein würfeln. Die Zwiebel in etwas Öl anschwitzen, Kartoffeln und Petersilienwurzel zugeben und kurz dünsten. Die Gemüsebrühe und die Sahne hinzugeben und ca. 15 Min köcheln lassen.
In der Zwischenzeit den Lauch putzen und in feine Ringe schneiden. Mit etwas Öl weichdünsten. Mit einem Pürierstab die Suppe nach Belieben fein pürieren, den Lauch hinzufügen und würzen. Die Brokkolisprossen waschen und die Suppe damit garnieren. Dazu schmeckt Baguette.

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Weizenkeime

Weizenkeime sollten auf keinen Fall mit Weizenkeimlingen verwechselt werden – diese sind nämlich das „ausgesprosste“ Weizenkorn und haben ganz andere Inhaltsstoffe als die Weizenkeime, die den Teil eines Getreidekorns darstellen, aus dem später die Weizenpflanze entsteht. Auf engstem Raum sind hier alle Stoffe enthalten, die die spätere Pflanze zum Leben braucht:  fett- und wasserlösliche Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Ballaststoffe und ungesättigte Fettsäuren. Hier einmal die genauen Nährwerte((http://www.grandel.de/gesundheit/weizenkeime-ballaststoffe/vollgran-weizenkeime; abgerufen am 10.04.2015:

pro 100 g % des Tagesbedarfs
Energie 1518 kJ/362 kcal
Fett 10 g
davon
– gesättigte Fettsäuren 1,7 g
– einfach ungesättigte Fettsäuren 1,3 g
– mehrfach ungesättigte Fettsäuren 6,9 g
Kohlenhydrate 32 g
davon
– Zucker 19 g
Ballaststoffe 16 g
Eiweiß 28 g
Salz 0,013 g
Vitamin E 28 mg 233%
Vitamin B1 1,8 mg 164%
Vitamin B2 0,7 mg 50%
Niacin 4,5 mg 28%
Vitamin B6 3,3 mg 236%
Folsäure 500 µg 250%
Vitamin B12 0,4 µg 16%
Pantothensäure 1,0 mg 17%
Kalium 900 mg 45%
Phosphor 1100 mg 157%
Magnesium 250 mg 67%
Eisen 9 mg 64%
Zink 14 mg 140%
Kupfer 1,0 mg 100%
Mangan 15 mg 750%
Selen 100 µg 182%
Chrom 70 µg 175%
Molybdän 100 µg 200%

Wie man sieht, sind Weizenkeime ein wahres Nährstoffpaket! Sie sind eiweiß- und ballaststoffreich, und enthalten vor allem viele B-Vitamine, und, sehr wichtig, Vitamin E. Um genügend Vitamin E aufzunehmen (gerade Sportler und gestresste Menschen benötigen sehr viel hiervon), müsste man normalerweise eine sehr große Menge an pflanzlichen Ölen oder Nüssen verzehren, die wiederum sehr viel Energie mit sich bringen und eine Gewichtszunahme begünstigen können. Mittels Weizenkeimen jedoch kann man diesen „Kalorienbomben“ entgehen, und dennoch seinen Vitamin-E-Bedarf decken. Gestresste Menschen profitieren zusätzlich vom Selen (ein Spurenelement, das vor oxidativen Schäden schützt). Dazu sind sie noch sehr kaliumreich und damit blutdruck-freundlich sowie für Sportler interessant. Für Vegetarier und Veganer hervorzuheben ist noch der hohe Eisengehalt (9mg/100g!). Von Vorteil ist auch der sehr milde, nussige Geschmack, sodass sich Weizenkeime sowohl für herzhafte als auch für süße Speisen eignen. Ich esse Weizenkeime z.B. gern morgens in meinem Müsli. Empfohlen werden ca. 4-5 Esslöffel pro Tag, also etwa 50g. Wichtig ist noch, darauf zu achten, dass die Weizenkeime thermisch entbittert sind, also nicht roh (viele Menschen bekommen davon Magenprobleme), aber auch nicht geröstet (zu viele Inhaltsstoffe würden dadurch zerstört). Aufgrund des hohen Gehalts an ungesättigten Fettsäuren passiert es nämlich schnell, dass rohe Weizenkeime schlecht werden. Durch eine thermische Behandlung werden jene stabilisiert. Ich habe sehr gute Erfahrungen mit den Weizenkeimen von Dr. Grandel gemacht, die es im Reformhaus zu kaufen gibt und auch nicht allzu teuer sind.

Vitamin-Möhrensalat mit Weizenkeimen

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für zwei Portionen

Zutaten:
2 mittelgroße Möhren – Beta-Carotin
2 kleine Apfel (oder 1 großer) – Vitamin C
2 EL Öl (z.B. Weizenkeimöl, noch eine sehr gute Vitamin-E-Quelle)
4 EL Apfelsaft
3-4 EL Zitronensaft – Vitamin C
1 Prise Salz
25 g Weizenkeime – Vitamin E, alle B-Vitamine
15 g Sonnenblumenkerne

Öl, Zitronen- und Apfelsaft sowie Salz verquirlen. Die Möhren schälen und zusammen mit den Äpfeln fein raspeln. Alles mit dem Dressing vermischen; Weizenkeime und Sonnenblumenkerne unterheben.

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Nährhefe 

Nährhefe ist die durch Hitze inaktivierte Form von Hefe (man kann sie also nicht mehr zum Backen verwenden), die es in Form von Hefeflocken und Hefextrakt gibt. Bei letzterem handelt es sich um die löslichen Inhaltsstoffe von Hefezellen. Nährhefe kann einmal aus der so genannten Bierhefe gewonnen werden, aber auch aus anderen Arten von Backhefen. Sie unterscheidet sich jeweils leicht im Geschmack und den Inhaltsstoffen. Auch Nährhefe enthält sehr viel Eiweiß und vor allem viele Vitamine, hauptsächlich aus der B-Vitamin-Sparte inklusive der Folsäure (100g Hefeextrakt decken 1000% des Folsäure-Tagesbedarfs!). Um ebenso viele B-Vitamine wie durch 15 g Nährhefe (ca. 24 Kalorien) aufzunehmen, müsste man beispielsweise ganze 700 g Brot mit 1600 Kalorien verzehren.
Hier einmal ein paar Angaben für die Naturata Melasse Würz-Hefeflocken:

pro 100g % des Tagesbedarfs
Energie 1206 kJ/285 kcal
Fett 5,8 g
Kohlenhydrate 9,8 g
Eiweiß 48,5 g
Vitamin B1 30 mg 2143%
Vitamin B2 3 mg 187%
Niacin 16 mg 88%
Vitamin B6 2 mg 100%
Pantothensäure 5 mg 83%

 

Das Besondere an vor allem Hefeextrakt (England-Freunde kennen ihn unter „Marmite“, Australien-Freunde unter „Vegemite“ – hier gibt es ihn z.B. in Reformhäusern als Vitam-R), ist, dass er nicht nach Hefe schmeckt, sondern außerordentlich würzig, was an dem hohen Gehalt an der natürlich vorkommenden Aminosäure Glutamat liegt. Man kann ihn daher immer dann einsetzen, wenn man auch Gemüsebrühe verwenden würde – also für Soßen, Suppen oder Brotaufstriche. Hefeflocken sind durch den etwas stärkeren Eigengeschmack etwas schwieriger zu verwenden. Wer den Geschmack aber mag, kann im Prinzip über jedes herzhafte Gericht ein paar Hefeflocken geben, um seine Vitamin-B-Zufuhr etwas zu verbessern. Veganer z.B. verwenden Hefeflocken in Verbindung mit gerösteten Pinienkernen gerne als Parmesan-Ersatz, oder geschmolzen als sogenannten Hefeschmelz als Pasta- oder Pizzakäse. Hier mal ein frühlingshaftes Rezept, in dem man sehr gut Hefeflocken „verstecken“ kann:

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Bärlauchmargarine mit Hefeflocken 

4022195735_3ced27b6c7_oZutaten:

250 g Margarine, bevorzugt eine Margarine aus dem Bioladen
1 Bund Bärlauch
3/4 TL Meersalz
1 EL Hefeflocken

Die Margarine aus dem Kühlschrank nehmen und warten, bis sie Zimmertemperatur erreicht hat. In dieser Zeit den Bärlauch von Stielen befreien, waschen, trockentupfen und möglichst klein schneiden. Die Margarine nun mit einer Gabel auf einem großen Teller flachdrücken. Das Salz und die Hefeflocken darüberstreuen und alles gut vermischen. Optional kann auch alles in einem Mixer vermengt werden. Die Bärlauchmargarine lässt sich sowohl als Brotaufstrich als auch zum Kochen verwenden (z.B. um Gemüse anzudünsten, um Suppen zu würzen). Zudem kann sie auch sehr gut portionsweise eingefroren werden.

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Viel Spaß beim Entdecken dieser vergessenen Superfoods, und guten Appetit! :)

Wie mögt ihr die drei Zutaten am liebsten? Schreibt es mir gern in die Kommentare!

Alimonia

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Image credit (3):  Cooking – Herb Butters  by Edsel Little

Literatur   [ + ]

1. FOOD TODAY 11/2012. Superfood: Was verbirgt sich wirklich dahinter? European Food Information Council, November 2012, abgerufen am 10. April 2015.
2. Jeffery, ElizabethH.; Araya, Marcela (2009): Physiological effects of broccoli consumption. In: Phytochem Rev 8 (1), S. 283-298. DOI: 10.1007/s11101-008-9106-4.
3. Michaud, D. S.; Spiegelman, D.; Clinton, S. K.; Rimm, E. B.; Curhan, G. C.; Willett, W. C.; Giovannucci, E. L. (1999): Fluid intake and the risk of bladder cancer in men. In: N. Engl. J. Med. 340 (18), S. 1390–1397. DOI: 10.1056/NEJM199905063401803.
4. Zhang, S. M.; Hunter, D. J.; Rosner, B. A.; Giovannucci, E. L.; Colditz, G. A.; Speizer, F. E.; Willett, W. C. (2000): Intakes of fruits, vegetables, and related nutrients and the risk of non-Hodgkin’s lymphoma among women. In: Cancer Epidemiol Biomarkers Prev 9 (5), S. 477–485.
5. Kolonel, L. N.; Hankin, J. H.; Whittemore, A. S.; Wu, A. H.; Gallagher, R. P.; Wilkens, L. R. et al. (2000): Vegetables, fruits, legumes and prostate cancer: a multiethnic case-control study. In: Cancer Epidemiol Biomarkers Prev 9 (8), S. 795–804.
6. Cohen, J. H.; Kristal, A. R.; Stanford, J. L. (2000): Fruit and vegetable intakes and prostate cancer risk. In: J Natl Cancer Inst 92 (1), S. 61–68.
7, 8. Voorrips, L. E.; Goldbohm, R. A.; van Poppel, G.; Sturmans, F.; Hermus, R. J.; van den Brandt, P A (2000): Vegetable and fruit consumption and risks of colon and rectal cancer in a prospective cohort study: The Netherlands Cohort Study on Diet and Cancer. In: Am J Epidemiol 152 (11), S. 1081–1092.
9. Fowke, Jay H.; Chung, Fung-Lung; Jin, Fan; Qi, Dai; Cai, Qiuyin; Conaway, Cliff et al. (2003): Urinary isothiocyanate levels, brassica, and human breast cancer. In: Cancer Res 63 (14), S. 3980–3986.
10. Yuan, Jian-Min; Gago-Dominguez, Manuela; Castelao, J. Esteban; Hankin, Jean H.; Ross, Ronald K.; Yu, Mimi C. (1998): Cruciferous vegetables in relation to renal cell carcinoma. In: Int. J. Cancer 77 (2), S. 211–216. DOI: 10.1002/(SICI)1097-0215(19980717)77:2<211::AID-IJC7>3.0.CO;2-T.)

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Am Menschen experimentell bestätigte Wirkungen sind: Reduktion des „bösen“ LDL-Cholesterins, Linderung einer durch H. pylori verursachten Gastritis((Yanaka, Akinori; Fahey, Jed W.; Fukumoto, Atsushi; Nakayama, Mari; Inoue, Souta; Zhang, Songhua et al. (2009): Dietary sulforaphane-rich broccoli sprouts reduce colonization and attenuate gastritis in Helicobacter pylori-infected mice and humans. In: Cancer Prev Res (Phila) 2 (4), S. 353–360. DOI: 10.1158/1940-6207.CAPR-08-0192.

11. Yanaka, Akinori; Fahey, Jed W.; Fukumoto, Atsushi; Nakayama, Mari; Inoue, Souta; Zhang, Songhua et al. (2009): Dietary sulforaphane-rich broccoli sprouts reduce colonization and attenuate gastritis in Helicobacter pylori-infected mice and humans. In: Cancer Prev Res (Phila) 2 (4), S. 353–360. DOI: 10.1158/1940-6207.CAPR-08-0192.(damit gleichzeitig Schutz vor Magenkrebs), Verbesserung von Symptomen bei Autismus((Singh, Kanwaljit; Connors, Susan L.; Macklin, Eric A.; Smith, Kirby D.; Fahey, Jed W.; Talalay, Paul; Zimmerman, Andrew W. (2014): Sulforaphane treatment of autism spectrum disorder (ASD). In: Proc. Natl. Acad. Sci. U.S.A. 111 (43), S. 15550–15555. DOI: 10.1073/pnas.1416940111.12. Singh, Kanwaljit; Connors, Susan L.; Macklin, Eric A.; Smith, Kirby D.; Fahey, Jed W.; Talalay, Paul; Zimmerman, Andrew W. (2014): Sulforaphane treatment of autism spectrum disorder (ASD). In: Proc. Natl. Acad. Sci. U.S.A. 111 (43), S. 15550–15555. DOI: 10.1073/pnas.1416940111., verbesserte Neutralisierung von Karzinogenen in der Atemluft((Egner, Patricia A.; Chen, Jian-Guo; Zarth, Adam T.; Ng, Derek K.; Wang, Jin-Bing; Kensler, Kevin H. et al. (2014): Rapid and sustainable detoxication of airborne pollutants by broccoli sprout beverage: results of a randomized clinical trial in China. In: Cancer Prev Res (Phila) 7 (8), S. 813–823. DOI: 10.1158/1940-6207.CAPR-14-0103.13. Egner, Patricia A.; Chen, Jian-Guo; Zarth, Adam T.; Ng, Derek K.; Wang, Jin-Bing; Kensler, Kevin H. et al. (2014): Rapid and sustainable detoxication of airborne pollutants by broccoli sprout beverage: results of a randomized clinical trial in China. In: Cancer Prev Res (Phila) 7 (8), S. 813–823. DOI: 10.1158/1940-6207.CAPR-14-0103..

Wie kann man nun Brokkolisprossen am besten verzehren? Ich würde empfehlen, sich langsam an sie heranzutasten, da sie doch einen sehr intensiv-würzigen Geschmack haben, den ich als eine Mischung aus Rucola und Meerrettich beschreiben würde. Am besten machen sie sich als Verzierung von Salaten oder Suppen. Ich habe hier mal ein Suppenrezept herausgesucht, das aufgrund des milden Geschmacks sehr gut mit den Brokkolisprossen harmoniert:

Feine Kartoffelcremesuppe mit Brokkolisprossen

seedlings-243557_1920

Zutaten:

500 g Kartoffeln
1 Zwiebel
1 Petersilienwurzel oder Knollensellerie
1/2 Stange Lauch
750 ml Gemüsebrühe
100 ml Sahne
etwas Öl zum Anbraten
Salz, Pfeffer, Muskat
1 Handvoll Brokkolisprossen

Zwiebel, Kartoffeln und Petersilienwurzel schälen und klein würfeln. Die Zwiebel in etwas Öl anschwitzen, Kartoffeln und Petersilienwurzel zugeben und kurz dünsten. Die Gemüsebrühe und die Sahne hinzugeben und ca. 15 Min köcheln lassen.
In der Zwischenzeit den Lauch putzen und in feine Ringe schneiden. Mit etwas Öl weichdünsten. Mit einem Pürierstab die Suppe nach Belieben fein pürieren, den Lauch hinzufügen und würzen. Die Brokkolisprossen waschen und die Suppe damit garnieren. Dazu schmeckt Baguette.

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Weizenkeime

Weizenkeime sollten auf keinen Fall mit Weizenkeimlingen verwechselt werden – diese sind nämlich das „ausgesprosste“ Weizenkorn und haben ganz andere Inhaltsstoffe als die Weizenkeime, die den Teil eines Getreidekorns darstellen, aus dem später die Weizenpflanze entsteht. Auf engstem Raum sind hier alle Stoffe enthalten, die die spätere Pflanze zum Leben braucht:  fett- und wasserlösliche Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Ballaststoffe und ungesättigte Fettsäuren. Hier einmal die genauen Nährwerte((http://www.grandel.de/gesundheit/weizenkeime-ballaststoffe/vollgran-weizenkeime; abgerufen am 10.04.2015

2017-09-06T18:20:38+00:00 11 April 2015|Ernährungstipps, Rezepte|0 Comments

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