//Wie gesund sind eigentlich Sojaprodukte – Teil 3: Ist Soja schädlich für Männer?

Wie gesund sind eigentlich Sojaprodukte – Teil 3: Ist Soja schädlich für Männer?

In Kürze

Studien zeigen widersprüchliche Ergebnisse zur Wirkung von Soja bzw. den darin enthaltenen Isoflavonen (Phytoöstrogenen) auf die männliche Fruchtbarkeit, das Brustgewebe und den männlichen Hormonspiegel. Ein Fokus auf korrekt durchgeführte Interventionsstudien und Meta-Analysen zeigt jedoch, dass bei einer täglichen Isoflavonaufnahme von bis zu 70 mg (Fruchtbarkeit) bzw. 140 mg und darüber (Östrogen- und Testosteronspiegel) keinerlei negativen Effekte auf die „Männlichkeit“ zu erwarten sind. Diese Mengen entsprechen z.B. etwa 300 bzw. 600 g Tofu.

Es gibt viele Gründe, warum Menschen Sojaprodukte verzehren: Soja ist eine wichtige Eiweißquelle in der vegetarischen/veganen Ernährung. Es lassen sich nicht nur viele sogenannte „Fleischersatzprodukte“ daraus herstellen, auch die gesundheitsförderlichen Eigenschaften der darin enthaltenen Isoflavone werden betont (z.B. eventueller Schutz vor Prostatakrebs1)Yan, Lin; Spitznagel, Edward L. (2009): Soy consumption and prostate cancer risk in men: a revisit of a meta-analysis. In: The American journal of clinical nutrition 89 (4), S. 1155–1163. DOI: 10.3945/ajcn.2008.27029., cholesterinsenkend2)Food labeling: health claims; soy protein and coronary heart disease. Food and Drug Administration, HHS. Final rule (1999). In: Federal register 64 (206), S. 57700–57733.). Allerdings werden genau diese Inhaltsstoffe immer wieder auch kritisch beleuchtet. In „Verursachen Tofu & Co Brustkrebs?“ und „Ist Soja schädlich für die Schilddrüse?“ bin ich bereits auf zwei kritische Fragen eingegangen.

Heute soll es um die Frage gehen, ob die östrogene Wirkung von Isoflavonen die „Männlichkeit“ beeinträchtigen kann. Es sollen dabei folgende drei Fragen beantwortet werden: 1) Stichwort „Spermienqualität“: Macht ein hoher Sojakonsum Männer unfruchtbar? 2) Stichwort „Männerbrüste“: Verweiblicht ein hoher Sojakonsum? 3) Stichwort: „Muskelaufbau und Libido“: Senken Sojaprodukte den Testosteronspiegel?

Zur besseren Bezugnahme vorweg:

Wieviel Isoflavone sind jeweils in Sojaprodukten enthalten?

ungefähre Angaben pro 100 g (USDA Release 2.0)

Sojabohnen: ~85 – 160 mg
Sojaproteinisolat: ~94,65 mg
Tofu (fest): ~22,63 mg
Sojamilch: 0,7 – 7,85 mg

Wieviel Isoflavone nehmen Männer aus Japan oder Shanghai durchschnittlich pro Tag zu sich?

40 mg3)Messina, Mark; Nagata, Chisato; Wu, Anna H. (2006): Estimated Asian adult soy protein and isoflavone intakes. In: Nutrition and cancer 55 (1), S. 1–12. DOI: 10.1207/s15327914nc5501_1.4)Villegas, Raquel; Yang, Gong; Liu, DaKe; Xiang, Yong-Bing; Cai, Hui; Zheng, Wei; Shu, Xiao Ou (2007): Validity and reproducibility of the food-frequency questionnaire used in the Shanghai men’s health study. In: The British journal of nutrition 97 (5), S. 993–1000. DOI: 10.1017/S0007114507669189.

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1 | Stichwort „Spermienqualität“: Macht ein hoher Sojakonsum Männer unfruchtbar?

Die Frage, ob Soja unfruchtbar machen kann, kam zunächst auf, als man die Wirkung von isoflavonreichem Rotklee auf australische Schafe bemerkte: Sie wurden zeugungsunfähig5)Lightfoot, R. J.; Croker, K. P.; Neil, H. G. (1967): Failure of sperm transport in relation to ewe infertility following prolonged grazing on oestrogenic pastures. In: Crop Pasture Sci. 18 (5), S. 755–765. DOI: 10.1071/AR9670755.. Darauffolgende Studien an Nagetieren zeigen nachteilige Effekte auf die Fruchtbarkeit, jedoch widersprechen sich die Ergebnisse teils drastisch (z.B. reduzierte Hodengröße6)Wisniewski, Amy B.; Klein, Sabra L.; Lakshmanan, Yegappen; Gearhart, John P. (2003): Exposure to genistein during gestation and lactation demasculinizes the reproductive system in rats. In: The Journal of urology 169 (4), S. 1582–1586. DOI: 10.1097/01.ju.0000046780.23389.e0. vs. unveränderte Hodengröße7)Nagao, T.; Yoshimura, S.; Saito, Y.; Nakagomi, M.; Usumi, K.; Ono, H. (2001): Reproductive effects in male and female rats of neonatal exposure to genistein. In: Reproductive toxicology (Elmsford, N.Y.) 15 (4), S. 399–411.; reduzierte Spermienanzahl8)Lee, B. J.; Jung, E. Y.; Yun, Y. W.; Kang, J. K.; Baek, I. J.; Yon, J. M. et al. (2004): Effects of exposure to genistein during pubertal development on the reproductive system of male mice. In: The Journal of reproduction and development 50 (4), S. 399–409. vs. normale Spermienanzahl9)Kang, K. S.; Che, J. H.; Lee, Y. S. (2002): Lack of adverse effects in the F1 offspring maternally exposed to genistein at human intake dose level. In: Food and chemical toxicology : an international journal published for the British Industrial Biological Research Association 40 (1), S. 43–51.10)Jung, E. Y.; Lee, B. J.; Yun, Y. W.; Kang, J. K.; Baek, I. J.; Jurg, M. Y. et al. (2004): Effects of exposure to genistein and estradiol on reproductive development in immature male mice weaned from dams adapted to a soy-based commercial diet. In: The Journal of veterinary medical science 66 (11), S. 1347–1354.). Bei Kaninchen wurden sogar im Gegensatz dazu eher vorteilhafte Effekte auf die Fruchtbarkeit gefunden11)Yousef, Mokhtar I.; Esmail, Alshaimaa M.; Baghdadi, Hoda H. (2004): Effect of isoflavones on reproductive performance, testosterone levels, lipid peroxidation, and seminal plasma biochemistry of male rabbits. In: Journal of environmental science and health. Part. B, Pesticides, food contaminants, and agricultural wastes 39 (5-6), S. 819–833..

Studien am Menschen gibt es dagegen kaum. Eine Studie12)Strom, B. L.; Schinnar, R.; Ziegler, E. E.; Barnhart, K. T.; Sammel, M. D.; Macones, G. A. et al. (2001): Exposure to soy-based formula in infancy and endocrinological and reproductive outcomes in young adulthood. In: JAMA 286 (7), S. 807–814. hat sich rückwirkend angeschaut, ob Männer, die als Baby mit Säuglingsnahrung auf Sojabasis vs. Milchbasis ernährt wurden, Unterschiede in ihrer Fruchtbarkeit aufweisen. Sie fand keine. (geringe Evidenz)

Eine andere Studie13)Chavarro, J. E.; Toth, T. L.; Sadio, S. M.; Hauser, R. (2008): Soy food and isoflavone intake in relation to semen quality parameters among men from an infertility clinic. In: Human reproduction (Oxford, England) 23 (11), S. 2584–2590. DOI: 10.1093/humrep/den243. untersuchte rückwirkend, ob sich die Anzahl, die Beweglichkeit oder das Aussehen der Spermien durch einen dreimonatigen Sojakonsum verändert habe. Die Forscher stellten fest, dass die Beweglichkeit und das Aussehen unverändert blieben, die Anzahl der Spermien jedoch mit zunehmender Menge an Sojakonsum geringer wurde. Besonders ausgeprägt war dieser Effekt bei Männern mit einem BMI ab 25, also bei Männern mit Übergewicht. (geringe Evidenz)

Im Gegensatz dazu wurde in einer Fallstudie14)Casini, M. L.; Gerli, S.; Unfer, V. (2006): An infertile couple suffering from oligospermia by partial sperm maturation arrest: can phytoestrogens play a therapeutic role? A case report study. In: Gynecological endocrinology : the official journal of the International Society of Gynecological Endocrinology 22 (7), S. 399–401. DOI: 10.1080/09513590600858691. festgestellt, dass ein Mann mit unzureichender Spermienqualität nach Einnahme eines Isoflavon-Nahrungsergänzungsmittels (80 mg Isoflavone pro Tag über 6 Monate) Verbesserungen in Anzahl, Beweglichkeit und Aussehen der Spermien erzielen konnte. (geringe Evidenz)

Eine Interventionsstudie15)Mitchell, J. H.; Cawood, E.; Kinniburgh, D.; Provan, A.; Collins, A. R.; Irvine, D. S. (2001): Effect of a phytoestrogen food supplement on reproductive health in normal males. In: Clinical science (London, England : 1979) 100 (6), S. 613–618. an 14 gesunden Männern zwischen 18 und 35 Jahren fand wiederum heraus, dass eine zweimonatige Einnahme von Sojaextrakt (40 mg Isoflavone) keinen Einfluss auf die Anzahl, Beweglichkeit oder das Aussehen der Spermien hatte. (hohe Evidenz)

In der aktuellsten (mir bekannten) Interventionsstudie von 201016)Beaton, Laura K.; McVeigh, Brianne L.; Dillingham, Barbara L.; Lampe, Johanna W.; Duncan, Alison M. (2010): Soy protein isolates of varying isoflavone content do not adversely affect semen quality in healthy young men. In: Fertility and Sterility 94 (5), S. 1717–1722. DOI: 10.1016/j.fertnstert.2009.08.055. bekamen 32 gesunde Männer über 8 Wochen hinweg entweder ein Milchproteinisolat (Kontrollgruppe), eine Niedrigdosis von Isoflavonen (1,64  ± 0,19 mg/Tag) oder eine Hochdosis von Isoflavonen (61.7 ± 7.35 mg/Tag). Die Forscher sahen keinerlei Unterschiede zwischen allen drei Gruppen in Bezug auf die Anzahl, die Beweglichkeit oder das Aussehen der Spermien. Allerdings: Diese Aussage besitzt keine hohe Evidenz, da die Forscher die Statistik geschickt zu Gunsten dieser Aussage angewendet haben. Eine genaue Darstellung, warum, würde an dieser Stelle zu weit in die Untiefen der Statistik führen. Nur so viel sei gesagt: Bei einer größeren Gruppe von Probanden könnte sich möglicherweise herausstellen, dass die Beweglichkeit der Spermien bei Isoflavon-Aufnahme leicht sinkt. Die Anzahl beweglicher Spermien nahm nämlich in der Gruppe mit hohem Isoflavon-Konsum von 63,5% auf 55,3% ab.

Jedoch heißt dies in Bezug auf die Fruchtbarkeit noch gar nichts: Man würde bei dieser Prozentzahl noch lange nicht von Unfruchtbarkeit sprechen. Erst ein Wert unter 30% gilt als pathologisches Kriterium.

Was bedeutet das jetzt für dich und deinen Soja-Konsum?

In der Studie von 2010 bekam die Hochdosis-Gruppe bis zu 69 mg Isoflavone pro Tag. Diese Menge ist z.B. in ungefähr 300 g Tofu, einem Liter Sojamilch, 70 g Sojaprotein oder 50 g Sojabohnen (roh) enthalten. Über einen Zeitraum von 8 Wochen wurden keine Effekte festgestellt, die die Fruchtbarkeit drastisch beeinträchtigen könnten. Weitere Daten hierzu (längere Dauer der Studie, mehr Probanden, höhere Dosis an Isoflavonen) sind sicherlich erforderlich.

Fazit

Meine Empfehlung in puncto „Soja und Unfruchtbarkeit“ an die Männer lautet: Du brauchst dir keine Sorgen zu machen, dass deine Fruchtbarkeit durch Sojakonsum stark eingeschränkt wird, solange du nicht mehr als etwa 70 mg Isoflavone pro Tag zu dir nimmst. Falls dein Kinderwunsch jedoch unerfüllt ist und die Ursache deine Spermienqualität sein sollte, würde ich versuchsweise Sojaprodukte weglassen. Auch Übergewicht könnte ein unterstützender Faktor bei Unfruchtbarkeit sein, insbesondere in Verbindung mit Sojakonsum.

Soja schädlich für Männer

2 | Stichwort „Männerbrüste“: Verweiblicht ein hoher Sojakonsum?

Im Jahr 2008 wurde eine Fallstudie17)Martinez, J.; Lewi, J. E. (2008): An unusual case of gynecomastia associated with soy product consumption. In: Endocrine practice : official journal of the American College of Endocrinology and the American Association of Clinical Endocrinologists 14 (4), S. 415–418. DOI: 10.4158/EP.14.4.415. von einem 60 Jahre alten Mann veröffentlicht, der vergrößertes Brustgewebe (Gynäkomastie) durch erhöhte Östrogenspiegel aufwies. Dies wurde auf den Konsum von isoflavonreicher Sojamilch (etwa 3 L pro Tag; die Autoren gaben für diese Menge etwa 361 mg Isoflavone an) zurückgeführt.

Verschiedene Interventionsstudien18)Goldin, Barry R.; Brauner, Edgard; Adlercreutz, Herman; Ausman, Lynne M.; Lichtenstein, Alice H. (2005): Hormonal response to diets high in soy or animal protein without and with isoflavones in moderately hypercholesterolemic subjects. In: Nutrition and cancer 51 (1), S. 1–6. DOI: 10.1207/s15327914nc5101_1.19)Nagata, C.; Takatsuka, N.; Shimizu, H.; Hayashi, H.; Akamatsu, T.; Murase, K. (2001): Effect of soymilk consumption on serum estrogen and androgen concentrations in Japanese men. In: Cancer epidemiology, biomarkers & prevention : a publication of the American Association for Cancer Research, cosponsored by the American Society of Preventive Oncology 10 (3), S. 179–184.20)Habito, R. C.; Montalto, J.; Leslie, E.; Ball, M. J. (2000): Effects of replacing meat with soyabean in the diet on sex hormone concentrations in healthy adult males. In: The British journal of nutrition 84 (4), S. 557–563., die den Einfluss von einer Isoflavongabe auf den Östrogenspiegel von Männern untersuchten, fanden dagegen bei solchen Mengen, die normalerweise nicht durch die Nahrung aufgenommen werden (bis 139 mg), keinen Einfluss auf den Östrogenspiegel.

Wie konnte es dann zu der „Verweiblichung“ des Mannes aus der Fallstudie kommen? Womöglich war es die Kombination aus der exzessiven Menge an Isoflavonen (361 mg) und eine besondere Empfindlichkeit dieses Mannes auf Isoflavone (wer weitergehendes Interesse hat, kann nach der sogenannten „Equol Hypothese“ googeln) – oder auch andere, nicht entdeckte Ursachen. In einer Studie21)Fischer, Leslie; Mahoney, Chrysa; Jeffcoat, A. Robert; Koch, Matthew A.; Thomas, Brian E.; Valentine, John L. et al. (2004): Clinical characteristics and pharmacokinetics of purified soy isoflavones: multiple-dose administration to men with prostate neoplasia. In: Nutrition and cancer 48 (2), S. 160–170. DOI: 10.1207/s15327914nc4802_5., bei der 20 Männer über 40 mit einem Prostatakarzinom über 84 Tage hinweg entweder 450 oder 900 (!) mg Isoflavone pro Tag, also extrem große Mengen, bekamen, entwickelten zudem nur drei von ihnen unter Zufuhr von 900 mg eine Gynäkomastie, also vermehrtes Brustgewebe, das bei zweien definitiv durch andere Ursachen und nicht durch den Isoflavon-Konsum erklärt werden konnte.

Fazit

Ein Sojakonsum in Mengen bis etwa 140 mg führt sehr wahrscheinlich nicht zu erhöhten Östrogenspiegeln und nachfolgendem Brustwachstum bei Männern.

3 | Stichwort: „Muskelaufbau und Libido“: Senken Sojaprodukte den Testosteronspiegel?

Aus Tierstudien ist bekannt, dass Isoflavone den Testosteronspiegel sowohl senken22)Strauss, L.; Makela, S.; Joshi, S.; Huhtaniemi, I.; Santti, R. (1998): Genistein exerts estrogen-like effects in male mouse reproductive tract. In: Molecular and cellular endocrinology 144 (1-2), S. 83–93.23)Klein, S. L.; Wisniewski, A. B.; Marson, A. L.; Glass, G. E.; Gearhart, J. P. (2002): Early exposure to genistein exerts long-lasting effects on the endocrine and immune systems in rats. In: Molecular Medicine 8 (11), S. 742–749. als auch erhöhen24)McVey, Mark J.; Cooke, Gerard M.; Curran, Ivan H. A. (2004): Increased serum and testicular androgen levels in F1 rats with lifetime exposure to soy isoflavones. In: Reproductive toxicology (Elmsford, N.Y.) 18 (5), S. 677–685. DOI: 10.1016/j.reprotox.2004.04.005. können. In den Studien, in denen der Hormonspiegel gesenkt wurde, wurden Isoflavone in isolierter Form, nicht in Form von isoflavonreichem Soja eingesetzt, und jene wurden zudem in der Neugeborenen- oder Jungtierzeit, nicht im Erwachsenenalter verabreicht.

Was den Menschen betrifft, ist 2010 eine Meta-Analyse (höchste Evidenz), d.h. eine zusammenfassende und bewertende Studie aller bereits erfolgten Untersuchungen dieses Themas veröffentlicht worden, nach der weder die Sojaprotein- noch die Isoflavonaufnahme den Testosteronspiegel oder andere Parameter männlicher Hormone beeinflussen25)Hamilton-Reeves, Jill M.; Vazquez, Gabriela; Duval, Sue J.; Phipps, William R.; Kurzer, Mindy S.; Messina, Mark J. (2010): Clinical studies show no effects of soy protein or isoflavones on reproductive hormones in men: results of a meta-analysis. In: Fertility and Sterility 94 (3), S. 997-1007. DOI: 10.1016/j.fertnstert.2009.04.038..

Fazit

Eine Senkung des Testosteronspiegels und damit eine Beeinflussung von Muskelaufbau und Libido ist bei Sojakonsum im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung nicht zu erwarten. Der Sojakonsum darf auch hier sogar die Durchschnittsmenge eines Japaners von etwa 40 mg Isoflavonaufnahme/Tag überschreiten. In einigen Studien wurden Mengen bis 140 mg Isoflavone aufgenommen ohne einen Einfluss auf die männlichen Hormone auszuüben.

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Ich hoffe, ich konnte euch Männern ein wenig die Angst vor Sojaprodukten nehmen. Falls ihr noch Fragen oder Anregungen habt, schreibt mir gerne einen Kommentar!

Alimonia

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Literatur   [ + ]

1. Yan, Lin; Spitznagel, Edward L. (2009): Soy consumption and prostate cancer risk in men: a revisit of a meta-analysis. In: The American journal of clinical nutrition 89 (4), S. 1155–1163. DOI: 10.3945/ajcn.2008.27029.
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2017-10-12T10:07:18+00:00 29 Oktober 2016|Ernährungswissenschaft|0 Comments

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