Salat als solcher – ob als grüner gemischter Blattsalat oder mit verschiedenen Gemüsesorten – ist erst einmal sehr gesund. Doch mit dem „falschen“ Dressing kann man sehr viel zerstören. Fertigdressings bestehen zum größten Teil aus (meist minderwertigem) Fett und Zucker. Aber auch hausgemachte Salatsaucen kommen meist nicht ohne Öl aus und stellen damit gehörige Kalorienbomben dar. Wusstet ihr z.B., dass der reguläre Caesar Salad mit Dressing von McDonald’s mehr Kalorien und Fett mitbringt als ein Double Big Mac (siehe Artikel hier)?!

Auf der anderen Seite gibt es mittlerweile immer mehr Anbieter, die sogenannte 0-Kalorien-Salatdressings anbieten. Diese bestehen allerdings nur aus fragwürdigen Zusatzstoffen. Irgendwo muss der Geschmack ja herkommen, wenn nicht aus „echten“ Lebensmitteln.

Für mich musste daher eine Alternative her, die so gut schmeckt wie ein typisches Dressing, aber weitaus gesünder ist bzw. den Salat sogar aufwertet. Beide Kriterien sind mit den Dressings, die ich euch heute vorstelle, erfüllt.

Das erste ist eine Abwandlung des sogenannten „Green Goddess Dressing“, das wahrscheinlich aus San Francisco stammt. Normalerweise enthält dieses Mayonnaise, Sour Cream, grüne Kräuter, Sardellen sowie Zitrone, Salz und Pfeffer und ist – wie man aus den Zutaten schon ablesen kann – eine Kalorienbombe. In den USA sind auch Varianten mit Tahini, also Sesammus bekannt, welches das Ganze cremig macht. Dieses kommt auch in meiner Variante zum Einsatz, allerdings nur in einer geringen Menge. Die Cremigkeit liefert hier der Seidentofu. Eine Portion des Dressings hat nur 20 Kalorien und ist demzufolge schön leicht. Kräuter und Knoblauch liefern sekundäre Pflanzenstoffe. Mit dem Dressing kann man also nichts falsch machen. J Wer gegen Soja allergisch ist oder nichts gegen ein paar gesunde Fettsäuren hat, kann anstelle des Seidentofus übrigens auch dieselbe Menge Avocado verwenden. Und übrigens: Das Dressing macht sich auch ganz toll auf sogenannten Buddha-Bowls! Fotos, wie so etwas aussehen kann, findet ihr z.B. bei Alimonias instagram-Account (@Alimoniapics).

Das zweite ist eine sehr fruchtige Variante, die vielleicht erst einmal ungewöhnlich klingt, aber auf grünen Blattsalaten wie z.B. Feldsalat einfach total lecker schmeckt: eine Blaubeer-Balsamico-Vinaigrette. Die Basis bilden hier tatsächlich frische Blaubeeren, die in Verbindung mit dem säuerlichen Balsamico und ein paar Gewürzen die perfekte Kombination für den Salat bilden. Sie liefern Anthocyane, sekundäre Pflanzenstoffe, die u.a. vor Krebs schützen können.

Ich hoffe, ich kann euch dadurch eure tägliche Salat-Portion etwas schmackhafter machen. :D Schreibt mir gerne einen Kommentar, wenn ihr die Dressings ausprobiert habt!

Und für ein weiteres „healthified“ Rezept schaut mal hier: Vegane „Raffaelo“.

 

Super green goddess dressing – 20 kcal, 1 g Fett pro Portion (30 g)

370 g – 67 kcal/100 g

Zutaten (12 Portionen)

200 g Seidentofu
60 ml Wasser
2 EL Weißweinessig
2 EL Zitronensaft
2 TL Sojasauce, salzreduziert
1 EL Schnittlauch, gehackt
3 EL frische Petersilie, gehackt
3 Streifen Frühlingszwiebeln, gehackt (ohne das weiße Endstück)
1 große Koblauchzehe, gehackt
1/2 TL Steinsalz
1,5 EL Tahin
1 TL Agavendicksaft (optional)

Zubereitung

Die Zubereitung ist denkbar einfach – alle Zutaten in den Mixer geben und pürieren.

Fettarme vegane Salatdressings

Blaubeer-Balsamico-Vinaigrette – 25 kcal, 0,1 g Fett pro Portion (45 g)

180 g – 54,5 kcal/100 g

Zutaten (4 Portionen)

100 g Blaubeeren
1/2 kleiner Apfel
1,5 EL Balsamico (Rot- oder Weißweinessig geht auch)
1 TL Schalotten, gehackt
1/4 TL Steinsalz
Pfeffer
1 TL Agavendicksaft (optional)

Tipp: Ganz toll machen sich zum Salat und dieser Vinaigrette auch gehobelte Mandeln!  :)

Zubereitung

Die Zubereitung ist denkbar einfach – alle Zutaten in den Mixer geben und pürieren. Das Dressing kann schnell andicken, da in den Beeren und in dem Apfel natürliche Verdickungsmittel (Pektin) enthalten sind. Wenn das passiert, einfach etwas Apfelsaft oder Wasser hinzugeben und das Dressing wird wieder flüssiger.

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