Die 10 besten Food-Life-Hacks

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Die 10 besten Food-Life-Hacks

So genannte „Life Hacks“, also Tipps bezogen auf alltägliche Handlungen, sind ein aktueller Trend im Internet. Sie sollen dabei helfen, Dinge schneller, effizienter und schöner zu erledigen. Diesen Trend kann man natürlich auch auf das Thema Ernährung anwenden. Der nützlichste Tipp für eine gesunde Ernährungsweise – alles selbst zuzubereiten – lässt sich nämlich viel einfacher umsetzen, wenn das Kochen leicht von der Hand geht. In diesem Post stelle ich meine 12 liebsten Tipps und Tricks rund um die Themen Kochen, Essen und Lebensmittel vor.

1. Ingwer richtig schälen. 

Wer gerne asiatisch kocht oder so wie ich jeden Tag einen Smoothie mit Ingwer zubereitet, ärgert sich des öfteren, wenn nach dem Schälen mit einem Küchenmesser vom Ingwer noch ca. 1/3 übrig ist und der Rest mitsamt der Schale im Küchenabfall landet. Dieses Problem kann man vermeiden, wenn man den Ingwer stattdessen mit einem kleinen Löffel „schält“ – dieser passt sich nämlich der sehr unebenen Oberfläche des Ingwers an und nimmt zudem auch nur sehr wenig der Schale ab.

2. Eiscreme ohne Eismaschine.

Wer ein schnelles, leichtes und dazu noch veganes Dessert zubereiten möchte, kann sich sehr leicht Bananeneiscreme selbst machen. Dazu auf Vorrat reife Bananen in Scheiben schneiden und diese auf einem Stück Backpapier in der Tiefkühltruhe ca. 1 h anfrieren lassen (dies verhindert, dass die Stücke aneinander festfrieren, was den Mixer zu stark belasten würde). Dann in einer Plastiktüte bis zum Zeitpunkt der Zubereitung zusammen in der Tiefkühltruhe aufbewahren. Für die Zubereitung beliebig viele Bananenstückchen entnehmen und zusammen mit einem kleinen Schuss pflanzlicher Milch, Vanille und Zimt nach Geschmack in einem starken Mixer zu einer cremigen Masse verblenden. Sofort servieren! Wer mag, kann die Bananen zusammen mit gefrorenen Beeren, Erdnussbutter oder Schokolade vermixen und so das Eis geschmacklich variieren.

3. Richtig Zwiebeln schneiden.

Wer kennt das nicht? Man ist mal wieder zum Zwiebelschneiden verdonnert worden. Relativ schnell hat man dann auch die Zwiebel in Ringe geschnitten. Danach aber geht das „Herumhacken“ los, wenn man feine Würfelchen herausbekommen möchte, und mit diesem auch das Augentränen. Diese unschöne Angelegenheit kann man vermeiden, wenn man gleich richtig an die Sache herangeht: Mit einem Messer das eine Ende der Zwiebel (nicht an der Wurzel, sondern oben!) abschneiden und die Zwiebel von dort ausgehend schälen. Nun auf ein Brettchen legen und die Zwiebel längs in Scheiben schneiden. Dabei ist darauf zu achten, dass die Wurzel nicht mit angeschnitten wird, d.h. die Zwiebel bleibt an dem Wurzelende komplett verbunden und fällt nicht auseinander. Nun kann man die Zwiebel am Wurzelende festhalten und quer in Scheiben schneiden. Je nach Dicke der „Scheiben“ entstehen jetzt feine Würfelchen.

4. Eisgekühltes Wasser im Sommer.

Auch wenn allgemein immer wieder empfohlen wird, dass man auch im heißesten Sommer keine eisgekühlten Getränke zu sich nehmen soll, weil diese den Körper im Nachhinein nur noch mehr aufheizen – manchmal ist so ein kaltes Getränk zumindest kurzfristig einfach erfrischend und tut gut. Ein sehr guter Tipp ist es, vorbereitet zu sein, und eine Flasche, die man z.B. mitnehmen möchte, zur Hälfte mit Wasser (oder einem anderen Getränk) zu befüllen und dann horizontal in die Tiefkühltruhe zu legen. Wenn das Wasser gefroren ist, kann man den Rest einfach mit Flüssigkeit auffüllen und hat somit über einen langen Zeitraum ein gekühltes Getränk ohne auf eine Menge Eiswürfel zurückgreifen zu müssen.

5. Obst und Gemüse keimfrei machen.

Ich kenne kaum jemanden, der noch nie Magen-Darm-Probleme nach dem Verzehr von einem grünen Salat hatte. Selbst in den vorgefertigten, „verzehrfertigen“ Salatpackungen aus der Kühltheke im Supermarkt tummeln sich laut Stiftung Warentest1)http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/stiftung-warentest-abgepackte-salate-mit-keimen-belastet-a-902265.html, abgerufen am 01.05.2015 eine große Menge Keime, vor allem Hefen und Schimmelpilze, die bei empfindlichen Menschen durchaus zu Durchfall und anderen Beschwerden führen können. Von daher erstaunt es mich, dass kaum einer das praktiziert, was wunderbar effektiv zu einem gefahrlosen Verzehr von jeglichem Grünzeug führt, denn Waschen reicht hier nicht aus! Die Keime klammern sich mit Hilfe einer Art Biofilm an der Oberfläche fest und sind so relativ unempfindlich gegenüber mechanischen Einwirkungen. Effektiver ist es hier, sie zu inaktivieren. Dazu weicht man den Salat oder das Obst ca. 20-30 Minuten in einem Essig-Wasser-Gemisch ein und wäscht sie dann gründlich ab. Wer keinen Smoothie, sondern tatsächlich einen grünen Salat zubereiten möchte, kann den Salat auch einfach gründlich waschen und danach mit einer ausreichenden Menge an Essig-Öl-Vinaigrette zubereiten (alles sollte gut durchmischt werden). Essig und Öl in der Kombination sind sogar noch weitaus effektivere Mittel, um Keime zu inaktivieren2)http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/essig-gegen-keime-im-salat-anmachen-und-abtoeten-1.1913094-2, abgerufen am 01.05.2015.

6. Erdbeeren entgrünen.

Ein sehr schneller Food-Life-Hack, den man sehr gut im Sommer z.B. für den Erdbeerboden gebrauchen kann, ist der folgende: Man nehme einen Strohhalm und stecke ihn von unten nach oben durch die Erdbeere. Das Grün erscheint so ohne Rückstände auf dem Strohhalm. Als weitere Dessert-Idee kann man die entstielte Erdbeere dann noch mit Leckerem befüllen, z.B. Schlagsahne, selbstgemachter Nuss-Nougat-Creme oder auch weißer Schokolade.

7. Knoblauch richtig schälen.

Nach Knoblauch „duftende“ Hände nach dem Knoblauchschälen kann man vermeiden, indem man die ganze Knoblauchknolle in ein Einmachglas hineinlegt und dieses kräftig schüttelt. Die einzelnen Zehen lösen sich so aus der Knolle. Entfernt man dann die größeren Schalenstücke und schüttelt erneut sehr stark, lösen sich die Zehen aus ihren einzelnen Hüllen. Sie können so im Kühlschrank aufbewahrt werden und sind für den nächsten Kocheinsatz startklar. Alternativ kann das Glas inklusive der Knoblauchzehen mit einem guten Olivenöl befüllt werden – der Knoblauch wird so haltbar gemacht und das Öl aromatisiert. Tipp für das spätere Schneiden der Knoblauchzehen: Am besten Einmalhandschuhe aus Latex anziehen!

8. Eine „gute“ Avocado erkennen und richtig aufbewahren.

Ist es euch auch schon oft passiert, dass ihr eine gefühlte Ewigkeit vor den Avocados im Supermarkt standet und die eurer Meinung nach beste „ertastet“ habt, und dann schneidet ihr sie zuhause auf, und sie ist komplett schlecht, d.h. faul? Mich frustriert so etwas immer sehr. Seitdem ich jedoch folgenden Trick kenne, passiert es mir glücklicherweise nur noch sehr selten: Ich achte vor dem Kauf auf die Farbe des Fruchtfleisches unter dem Stilansatz. Ist sie grün, ist die Avocado noch unreif, ist sie schwarz, ist sie bereits schlecht. Perfekt ist die Avocado, wenn das Fruchtfleisch hell- bis dunkelgelb erscheint. Wenn die Avocado sich auf leichten Druck allerdings steinhart anfühlt, entferne ich den Stielansatz gar nicht erst, da ich so sicher weiß, dass sie noch unreif ist. Zum schnellen Nachreifen schlage ich sie zusammen mit Äpfeln in etwas (Zeitungs-)Papier ein. Verwende ich z.B. nur eine halbe Avocado, so bewahre ich die Hälfte mit dem Kern in einem abgeschlossenen Gefäß zusammen mit einer halben Zwiebel auf. Kern und Zwiebel bewahren die Avocado davor, dass sie zu stark braun wird. Falls es doch geschieht, entferne ich den Kern vor der Zubereitung und schneide dann mit einem scharfen Messer eine hauchdünne obere Schicht ab. So ist sie wieder fast „wie neu“.

9. Bananen länger haltbar machen. 

Bananen gehören zum Standardeinkauf, und meistens hat man immer welche zuhause. Auf wundersame Weise scheinen sie aber manchmal über Nacht einfach alle braun zu werden. Dann hilft meist nur noch der Life Hack Nummer 2, d.h. sie in Scheiben zu schneiden und für Bananeneis einzufrieren. Damit dies erst aber gar nicht passiert, hilft es, den Stiel des Bananenbunds mit etwas Plastik zu umwickeln. Auf diese Weise bleiben Bananen 3-4 Tage länger frisch.

10. Frische Kräuter verwerten. 

Meist schafft man es nicht, den kompletten Bund Kräuter zu verwerten, oder das Basilikum im Topf macht schlapp, bevor man es ganz verzehren konnte. In diesem Fall ist es sehr praktisch, wenn man einige Eiswürfel-Behälter zur Hand hat. In diese kann man portionsweise die abgezupften Kräuter hineingeben und jedes Fach mit etwas Olivenöl auffüllen. Das Öl hat im Gegensatz zu Wasser den Vorteil, dass es die ätherischen Öle der Kräuter gut aufnimmt, speichert und konserviert. Aufgrund des Öls ist es übrigens auch sinnvoll, BPA-freie Eiswürfelbehälter oder, noch besser, kleine Glasbehälter vorzuziehen, da BPA und andere im Plastik enthaltende Weichmacher etc. fettlöslich sind. Die Kräuterwürfel können dann in einer Salat-Vinaigrette, in Saucen, Suppen oder Gemüsegerichten verwendet werden.

Kennt ihr noch weitere Food Life Hacks, die für euch unentbehrlich geworden sind? Schreibt es mir gern in die Kommentare!

Alimonia

Literatur   [ + ]

1. http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/stiftung-warentest-abgepackte-salate-mit-keimen-belastet-a-902265.html, abgerufen am 01.05.2015
2. http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/essig-gegen-keime-im-salat-anmachen-und-abtoeten-1.1913094-2, abgerufen am 01.05.2015
2017-09-06T18:20:38+00:00 2 Mai 2015|Ernährungstipps|3 Comments

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3 Comments

  1. Solbo 28. Dezember 2015 at 15:27 - Reply

    Hallo Alimonia,

    Danke für die vielen Tipps! Bananenscheiben liegen schon im Kühlschrank und Chiliringe in Öl – in der Hoffnung, dass das genauso gut funktioniert wie mit Kräutern :)

    LG, Sol

    • Alimonia 4. Januar 2016 at 12:49 - Reply

      Liebe Sol,

      sehr gerne! :) Lass‘ mich wissen, wie es dir geschmeckt hat!

      Liebe Grüße
      Alimonia

  2. Zine 5. Januar 2016 at 10:40 - Reply

    Wir machen uns daheim relativ häufig Zitronenwasser (mit Eiswürfeln oder mit heißem Wasser je nach Jahreszeit ;) ) und haben daher oft noch eine Hälfte übrig. Der Saft schützt so ziemlich jedes Obst/Gemüse/Salate/.. vor frühzeitigem Braunwerden. Grade halbe Avocados halten sich in einer Dose im Kühlschrank zusammen mit der Zitronenhälfte wirklich lange :)

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