Der große Proteinshake-Test (bio, vegan, sojafrei)

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Der große Proteinshake-Test (bio, vegan, sojafrei)

Sehr häufig werde ich gefragt, ob dieses oder jenes vegane Proteinpulver zu empfehlen sei, welches das geschmacklich beste sei usw. Mittlerweile gibt es auf dem Markt so einige vegane und bio-zertifizierte Optionen, sodass es schwer fallen kann, sich zu entscheiden. Viel auszuprobieren erweist sich oft auch als schwierig, da die Pülverchen doch einen nicht zu kleinen Effekt auf den Finanzhaushalt hinterlassen – liegt doch das teuerste Pulver bei fast 125 Euro pro Kilo!

Aus diesem Grund habe ich mich dazu entschieden, bei einigen Herstellern anzufragen, ob sie mir ihre Produkte zum Test zusenden. Das Ergebnis könnt ihr heute hier finden. Falls ihr noch weitere Anregungen bzgl. Herstellern und Produkten habt, schickt sie mir gerne, damit ich den Test fortlaufend aktualisieren kann. :)

Die Auswahl

Die getesteten Produkte sind vegane, bio-zertifizierte und sojafreie Fertigmischungen für Proteinshakes, die nur in Flüssigkeit (am besten Pflanzenmilch) aufgelöst werden müssen und dann trinkfertig sind.

Warum bio? Ich selbst konsumiere nur Bio-Produkte und möchte daher auch bei den Shakes konsequent sein. Darüber hinaus bieten Bio-Shakes den Vorteil, dass per Gesetz keine gesundheitlich kritischen Zusatzstoffe enthalten sein dürfen.

Warum sojafrei? Zum einen bieten die meisten Hersteller nur sojafreie Mischungen an, zum anderen unterstütze ich dies, weil sehr hohe Mengen Sojaprotein am Tag nicht eindeutig als unbedenklich eingestuft werden können (siehe meine Beitragsreihe zu Soja hier und hier). Da Veganer häufig gerne Sojaprodukte wie Tofu und Co zu sich nehmen, wäre es schade, wenn bereits ein Großteil der unbedenklichen Sojamenge schon über einen Proteinshake aufgenommen würde.

Warum nur Mischungen? Ob man den Geschmack von bestimmten Einzelkomponenten wie z.B. Reis- oder Erbsenprotein mag, kann man recht schnell feststellen. Mein Interesse war es, ob die Hersteller durch ihre Mischungen einen Geschmack und eine Konsistenz kreieren können, die mögliche Nachteile der Komponentenproteine ausgleichen können (wie z.B. den starken Eigengeschmack, die Sandigkeit usw.). Außerdem setzen viele Anwender, die regelmäßig Proteinshakes konsumieren, auf eine schnelle und einfache Zubereitung. Natürlich kann man sich seinen veganen Protein-Shake auch selber mixen, aber man braucht dazu häufig mehrere Zutaten und nicht jeder hat einen Mixer zuhause.

So habe ich getestet

Zunächst einmal habe ich mir einen Freund als Co-Tester dazugeholt, der dafür bekannt ist, einen ganz anderen Geschmack zu haben als ich. Seinen und meinen Geschmackseindruck habe ich dann für euch festgehalten (Interessanterweise waren wir uns in den meisten Fällen ziemlich einig!). Für den Test wurden jeweils 30 g des Proteinpulvers mit 400 ml Sojamilch (Provamel Soya Natural) im Shaker vermischt. Dies hatte zum einen den Grund, das für uns die genannte Sojamilch am neutralsten schmeckt und so der Pulver-Geschmack am besten zur Geltung kommt, zum anderen leistet die Sojamilch noch einen geringen Beitrag zur Gesamt-Proteinmenge des Shakes (14,8 g/400 ml). Wer auf Soja verzichten möchte (generell, oder weil er viele andere Sojaquellen in der Ernährung hat), oder den Geschmack nicht mag, kann natürlich auch die eigene Lieblingsmilch verwenden. Besonders bei den ungesüßten Mischungen empfiehlt sich auch eine süßlich schmeckende Milch, wie z.B. Reismilch, oder eine aromatischere Variante (z.B. Soja-Vanille oder Haselnuss, …).

Als Kategorien habe ich übrigens Konsistenz/Löslichkeit, Geschmack, Kalorien- und Proteingehalt pro 30-g-Portion, Preis und Zutaten gewählt. Einen mäßigen Proteingehalt weisen für mich diejenigen Shakes auf, die mit 400 ml Sojamilch zusammen insgesamt zwischen 20 und 30 g Protein pro Portion enthalten. Liegt der Proteingehalt über 30 g Protein pro Portion, so ist er „gut“.

Das Ergebnis

Der Test war sehr durchwachsen. Von „ungenießbar“ bis zu „relativ neutral“ und „unglaublich lecker“ war alles dabei. Auch in den Proteinwerten unterscheiden sich die Mischungen. Am besten abgeschnitten haben hier die High Protein Shakes der Marke PURYA (Schoko und Vanille). Geschmacklich zugesagt haben uns am meisten die Erdbeere-Vanille- und rote-Banane-Baobab-Variante derselben Marke. Preislich liegen diese Produkte auch im unteren Spektrum (45,30 €/kg). Bis auf einige Ausreißer (siehe Tabelle) bewegen sich die anderen Produkte im Mittelfeld. Die Bewertung von Löslichkeit und vor allem Geschmack ist natürlich höchst subjektiv und soll nur eine Tendenz vermitteln. Außerdem sollte klar sein, dass hier lediglich vegane Proteinshakes untereinander verglichen wurden. Hier muss man bezüglich der Löslichkeit andere Standards anlegen als z.B. bei einem Whey-Shake, der sich ganz anders auflösen kann als ein Drink auf Getreide- und Saatenbasis. Umsteiger sollten sich daher langsam an die neue Konsistenz herantasten.

2017-09-06T18:20:36+00:00 4 Juni 2016|Ernährungstipps, Ernährungstrends|0 Comments

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